
Finn Andrews: Infos zur Tour
Mitte Januar erschien „One By The Venom“, der vierte Vorab-Track von Finn Andrews’ erster Soloplatte „One Piece At A Time“. Dem Sänger und Songwriter von The Veils ist damit ein wunderbar morbider Totentanz gelungen, ein Walzer, dessen Inhalt ausschließlich aus 44 Arten zu sterben besteht. Der in Neuseeland aufgewachsene Brite ist sich also zumindest teilweise treu geblieben, was die sinistren Texte angeht. Er geht aber sowohl musikalisch als auch bei den Lyrics über die Stücke seiner Band hinaus, die ihn immerhin in David Lynchs „Twin Peaks“ und auf Soundtracks von Tim Burtons und Paolo Sorrentinos Filmen gebracht hat. Der Sohn des ehemaligen und frühen XTC-Keyboarders Barry Andrews hat im Lauf der Jahre eine Menge Songs geschrieben, die einfach nicht in den Veils-Kosmos passen wollten. „Daraus wurde ein ganzes Songbook“, sagt er rückblickend, „das schön anzuschauen war. Aber diese Lieder blickten angepisst zurück, enttäuscht davon, dass ich keine Verwendung für sie gefunden hatte.“ Also verließ Andrews seine Wahlheimat London und zog sich mit einer ausgewählten Gruppe von Musikern in Auckland zurück, um den persönlichen und selbsterklärenden Stücken das musikalische Leben einzuhauchen, das sie verdienen. Dass sie dabei deutlich autobiografischer ausfielen, als von ihrem geistigen Vater gewollt und gewohnt, macht sie gerade noch intensiver. Dazu passen auch Instrumentierung und Arrangements mit dem Piano stets im Zentrum, die in voller Breite die Schönheit und Seltsamkeit der Musik feiern. Das live eingespielte Album erscheint im März und ist, wie er selbst sagt, ein Wendepunkt in Andrews Leben: „Du denkst, Du produzierst ein Album, aber in Wahrheit schafft und formt es dich. Ich bin jetzt woanders, und ich habe keine Ahnung, wo es mich am Ende hinführen wird. Ich hatte etwas auf dem Herzen, und ich habe geschafft, es auszusprechen. Das macht mich ein wenig stolz.“ Im Mai präsentiert Finn Andrews seine neuen Songs auf zwei Shows bei uns.